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Klimademo in Viersen

Redebeitrag auf der Klimademo am 3.3.2023 in Viersen

Heute starten wir in der Kreisstadt Viersen die Aktionstage Klimaneutralität. Morgen setzen wir diese Aktionstage von 11 bis 15 Uhr mit Informationsständen in der Lobbericher Innenstadt fort. Unsere heutige Klimademo, die die Parents for Future Kreis Viersen und Fridays for Future Nettetal – mit Unterstützung weiterer Gruppen – organisiert hat, steht ebenfalls unter der Überschrift ‚Klimaneutralität‘.

Unser Anliegen ist es, dass die Städte des Kreises Viersen bis zum Jahr 2030 klimaneutral sind, das heißt, dass nicht mehr CO2 emittiert wird als durch entsprechende Maßnahmen auch wieder aufgefangen werden kann.

Um dies zu erreichen, brauchen wir insbesondere eine Energie- und Mobilitätswende. Der heutige Klimastreik der for Future-Bewegung schiebt die notwendige Mobilitätswende in den Fokus. Dazu werden wir gleich noch weitere Redebeiträge hören. Ich möchte aber kurz auf ein paar andere Aspekte eingehen.

Unsere Demonstration startet heute am Platz der Kinderrechte, den der Kinderschutzbund letztes Jahr hier eingeweiht hat. Die Wahl dieses Ortes ist kein Zufall, denn die Klimakrise bedroht insbesondere die Zukunft unserer Kinder und Enkel. Zwar bekommen wir schon jetzt die Auswirkungen der Klimakrise zu spüren, aber die negativen Auswirkungen werden in den nächsten Jahren und Jahrzehnten noch deutlich zunehmen. Wer Kinderrechte erst nimmt, muss auch Klimaschutz ernst nehmen. Ohne konsequente Klimaschutzmaßnahmen übergeben wir unseren Kindern und Enkeln eine überhitze Welt und übergehen ihr Recht darauf, in einer intakten Welt aufzuwachsen und zu leben. Noch können wir versuchen, die schlimmsten Auswirkungen der drohenden Klimakatastrophe abzumildern. Aber dazu müssen wir heute handeln – morgen ist es zu spät!

Wir haben gerade einmal den 3. März, aber klimapolitisch startete 2023 mehr als turbulent. Die FDP spielt eine strikte Blockaderolle in der Verkehrspolitik und verweigert sich allen sinnvollen klimapolitischen Maßnahmen im Verkehrssektor. Aber schon früher im Jahr ereignete sich, was abzusehen war. Lützerath wurde geräumt.  

Lützerath wurde – wie wir wahrscheinlich alle wissen – geräumt, damit RWE die drunter befindliche Kohle abbaggern kann. Bis mindestens 2030 wird der rheinische Tagebau und die dazu gehörenden Kohlekraftwerke weiterhin einer der größten CO2-Emittenten Europas sein.

2030 soll wohl – mehr oder weniger – Schluss sein mit dem Tagebau. Aber bis dahin muss die Energiewende deutlich vorangeschritten sein, damit die Braunkohlekraftwerke auch tatsächlich abgeschaltet werden. Dieser Ausstieg aus der fossilen Energie kann nur erfolgreich sein, wenn wir CO2-neutrale Energieträger – insbesondere Sonne, Wind und Wasser – noch stärker nutzen als bisher. Gerade den Kommunen kommt dabei eine wichtige Rolle zu, da sie insbesondere den Ausbau von Solarenergie fördern und vorantreiben können. Für die Kommunen des Kreises Viersen fordern wir daher eine sofortige Solarpflicht auf öffentlichen Dächern und für alle Neubauten.  

Die Verantwortung für den Klimaschutz können wir nicht delegieren. Das Verhalten der FDP macht deutlich, dass wir konsequenten Klimaschutz nicht bekommen, wenn wir uns darauf verlassen, dass die Politik dies schon alleine regeln wird. Klimaschutz müssen wir in unsere Hand nehmen und eine konsequente Umsetzung effektiver Klimaschutzmaßnahmen nicht nur fordern, sondern auch für ihre Umsetzung einstehen. Das machen wir heute, indem wir mit Menschen in aller Welt auf die Straße gehen und allen Verantwortlichen – in Politik, Verwaltung und Wirtschaft – unsere Forderungen darlegen:

Wir fordern eine echte Energiewende, das heißt eine sofortige Abkehr von fossilen Energieträgern.

Wir fordern eine sozial-ökologische Verkehrswende, die nicht das Auto, sondern klimaneutrale Fortbewegungsmittel und den öffentlichen Personennahverkehr in den Mittelpunkt der Verkehrsplanung stellt 

Wir fordern, dass unsere Städte bis 2030 klimaneutral sind. Aber das gelingt nicht, wenn Firmen, die in unserem Kreis ansässig sind, mit ihren blauen Baggern am Tagebau Garzweiler buchstäblich die 1,5 Grad-Grenze einreißen.

Gemeinsam demonstrieren wir heute für diese Forderungen in der Kreisstadt Viersen. Weltweit haben Menschen die gleichen Forderungen und gehen dafür überall auf die Straße. Leider mussten wir heute hören, dass Menschen nicht überall friedlich für Klimaschutz demonstrieren können. In Nairobi wurde die Demonstration von Fridays for Future angegriffen, Aktivisten wurden dabei verletzt. Daher ist es umso wichtiger, dass wir dort, wo wir ungefährdet demonstrieren können, auf die Straße gehen und denen, deren Protest in Gewalt erstickt wird, eine Stimme geben. Daher sollten wir heute besonders laut sein, auch für die, die es nicht sein können.

Rede am 3.3.2023

Anmerkung: Die Klimademo am 3.3.2023 startete am Rathausmarkt in Viersen. Eine Ecke des Platzes ist in ‚Platz der Kinderrechte‘ benannt worden. Der Redebeitrag war die Eröffnungsrede der Demo, der weitere Redebeiträge unter anderem zum Thema Mobilitätswende folgten.

Tipps zum Umgang mit der Klimakrise

Wie die RP den Umgang dem festgeklebten Klimaaktivist*innen empfiehlt

Wir befinden uns mitten in der Klimakrise, daher ist es begrüßenswert, wenn Zeitungen praktische Hilfestellungen anbieten. Dankenswerterweise hat auch die Rheinische Post reagiert und gibt nun eine Hilfestellung, wie Mensch in der Klimakrise agieren kann. Unter dem Titel „Darf man Klima-Kleber als Autofahrer selbst wegtragen?“ geht die RP genau dieser Frage nach.

Befragt wird ein – wie es heißt – renommierter Düsseldorfer Rechtsanwalt. Er räumt ein, dass Autofahrer*innen nicht einfach so selbstständig eine Straße räumen dürfen, wenn „Klima-Kleber“ diese blockieren. Aber, so heißt es im Verlauf des Artikels, es gibt durchaus Anlässe, in denen Autofahrer*innen aktiv werden dürfen. Hier die entsprechende Stelle aus dem Artikel:

„Anders könnte es sein, wenn über die bloße körperliche Anwesenheit der Kleber ein besonderer Druck auf mich ausgeübt wird, weil ich etwa durch die feste Verbindung der Personen mit der Straße tatsächlich und nicht nur psychisch am Weiterfahren gehindert werde. Dann dürfte ich unter Notwehrgesichtspunkten versuchen, die Personen zu entfernen“, so Bott weiter.

Also: sitzt ein Klimaaktivist oder eine Klimaaktivistin auf der Straße, dann dürfen Autofahrer*innen nicht selbstständig aktiv werden und versuchen die Straße zu räumen. Kleben sich Klimaaktivist*innen auf die Straße, sieht die Sache anders aus. Im Artikel heißt es, dass bislang Polizist*innen die an der Straße festgeklebten Klimaaktivist*innen von der Straße gelöst hätten. Im Artikel fehlt aber ein Hinweis, dass man festgeklebte Aktivist*innen nicht einfach so entfernen kann. Das Klebemittel muss sorgsam gelöst werden, damit es nicht zu Verletzungen kommt. Es wäre interessant gewesen, wie sich Herr Bott – aber noch mehr die RP – über mögliche Verletzungen der Klimaaktivist*innen durch unsachgemäßes Wegtragen durch Autofahrende äußern würde.

Ich glaube ja nicht, dass die RP möchte, dass Klimaaktivist*innen absichtlich verletzt werden. Aber es wäre doch nicht verkehrt gewesen zu sagen, dass festgeklebte Aktivist*innen nicht einfach weggetragen werden können. Um es deutlichzu sagen: Menschen, die sich festgeklebt haben, können nicht einfach weggeztragen werden, ohne sie zu verletzten. Das Lösen der festgeklebten Hände sollte der Polizei überlassne werden, die – wie es auch im Atrtikel heißt – dazu explizit geschult wird. Liebe RP, bitte weist doch auf diesen Umstand explizit hin und macht deutlich, dass das Wegtragen festgeklebter Personen zu Verletzungen führt!

In dem Artikel der RP wird immer wieder von „Klima-Klebern“ gesprochen, die Klimaaktivist*innen werden auf einen Umstand – sie kleben sich aus Protest u.a. auf Straßen fest – reduziert. Die RP schreibt explizit: „[…] dabei kleben sich Mitglieder der Bewegung regelmäßig auf Hauptstraßen fest, um den Verkehr zu blockieren“. Diese Aussage suggeriert, dass es der Letzten Generation lediglich um eine Verkehrsblockade geht. Das ist aber nicht das Anliegen, es geht um eine Störung der normalen Abläufe, um auf klimapolitische Ziele aufmerksam zu machen. Die Anliegen der Letzten Generation sind recht einfach zusammenzufassen: (i) Tempolimit von 100 hm/h auf Autobahnen und (ii) ein dauerhaftes 9 Euro-Ticket.

Das Framing der RP nimmt den Aktivist*innen der Letzten Generation ihre klimapolitische Ziele und reduziert sie zu bloßen Störer*innen. Dieses Framing ist nicht dazu geeignet, Autofahrer*innen von unnötigen Maßnahmen gegen festgeklebte Klimaaktivist*innen abhalten. Es ist zu hoffen, dass Autofahrer*innen den Bericht der RP einzuschätzen wissen und sich nicht dazu veranlasst fühlen, Klimaaktivist*innen ohne sachgemäße Lösung von der Straße zu tragen.

Die RP und alle Autofahrer*innen, die sich durch die Aktionen der Letzten Generation gestört fühlen, könnten auch etwas tun, damit diese Aktionen beendet werden. Setzt euch für ein Tempolimit von 100 km/h auf Bundesautobahnen und ein 9 Euro-Ticket ein. Beides hätte deutliche Klimaschutzeffekte und – im Nebeneffekt – würde die Erreichung dieser Ziele die Letzte Generation (vermutlich) von der Straße bringen.

Die FDP über die ‚Klimakrise‘

Antwort der FDP, warum sie von Klimawandel aber nicht von Klimakrise spricht.

Vor ein paar Wochen hatte ich die NRW-CDU und die NRW-FDP gefragt, warum sie in ihrem Wahlprogramm für die NRW-Landtagswahl zwar von Klimawandel aber nicht von Klimakrise sprachen. Die CDU hatte bereits geantwortet, wie ich hier geschrieben habe. Nun hat mir aber auch die FDP eine Antwort geschickt.

Der politische Geschäftsführer des NRW-Landesverbands der FDP hat mir dankenswerterweise erlaubt, dass ich seine Antwort hier vollständig zitiere:

Der Begriff des Klimawandels zur Beschreibung der Veränderungen des Weltklimas ist ein in der öffentlichen Debatte und in der Wahrnehmung der Bevölkerung seit Jahrzehnten verwendeter Ausdruck, den wir daher primär benutzen – ohne dabei jedoch die damit verbundende Dringlichkeit zu verharmlosen. Zudem benutzen Bundesbehörden, Ministerien sowie die Vereinten Nationen diesen Begriff in Anlehnung an den internationalen Fachbegriff climate change. Indem wir viele Ideen und Vorschläge innerhalb des politischen Diskurses zur Bekämpfung des Klimawandels einbringen, machen wir die Brisanz dieses Thema immer wieder klar und welche Folgen das Unterlassen von Maßnahmen haben werden.

(Mirco Rolf-Seiffert, per Email 08.08.2022)

Das Argument für die Verwendung von Klimawandel und der Vermeidung des Begriffs Klimakrise ist also, dass der Begriff Klimawandel in der öffentlichen Debatte und der breiten Bevölkerung seit Jahrzehnten (!) primär verwendet wird. Das Argument lautet also: wie wir bisher gesprochen haben, ist richtig und angemessen, also sprechen wir so weiter. Dazu gibt es drei Entgegnungen:

Erstens: Es wäre interessant sich einmal die Häufigkeiten der Begriffe Klimawandel uns Klimakrise über die letzten Jahrzehnte im öffentlichen Diskurs anzusehen. Aus dem eigenen Empfinden heraus kann ich diese Aussage weder bestätigen noch anzweifeln.

Zweitens: Durch die Wahl unserer Begriffe beziehen wir uns nicht nur auf Sachverhalte (oder Objekte) in der Welt, sondern transportieren auch unsere Einstellungen dazu mit. Das habe ich an anderer Stelle bereits einmal angerissen. Die Frage ist also: ist Klimawandel der angemessendste Begriff, selbst dann, wenn er schon Jahrzehnte in der Diskussion verwendet wird? Man könnte hier kritisch sagen, nein, ist er nicht. Wäre er angemessen, dann wäre das Bewusstsein über die Klimaproblematik heute viel größer als es tatsächlich ist. Vielleicht – aber dies ist hypothetisch – sähe dies anders aus, wenn mehr von Krise statt von Wandel gesprochen worden wäre und gesprochen werden würde.

Drittens: Wir können die Wahl unserer Begriffe aktiv verändern. Dies ist mit diskriminierenden Worten in letzter Zeit geschehen, wenn es auch einigen Aufschrei gab. Bei der Frage, ob Klimawandel oder Klimakrise geht es nicht um diskriminierende Begriffe, dennoch stellt sich die Frage, welcher dieser Begriffe adäquat ist (einer, beide, keiner?). Wer sich darauf beruft, dass ein Begriff beibehalten werden sollte, weil er bisher im Diskurs primär verwendet wurde, akzeptiert damit auch, dass dieser Begriff der passendste ist. Auch wenn Herr Rolf-Seiffert nichts zum Begriff Klimakrise direkt sagt, legt seine Antwort doch nahe, dass die FDP den Wandel sprachlich adäquater als die Krise findet.

Ein zweites Argument, das seitens der FDP hervorgebracht wird, ist, dass Bundesbehören, Ministerien und die Vereinten Nationen von Klimawandel und nicht von Klimakrise sprechen. Die Bundesumweltministerin Steffi Lemke spricht sehr wohl (auch) von Klimakrise, wie etwa in einem Interview, das auf Seiten des Bundesumweltministeriums zu lesen ist. Auf den Seiten des Bundesumweltministeriums liest man auch im Zusammenhang mit Klimafolgenanpassung von globaler Klimakrise. Auch Angela Merkel sprach – anders als die NRW-CDU übrigens – schon von der Klimakrise, wie etwa in der Rede, die man hier finden kann. Auf der Internetseite von Olaf Scholz, nun immerhin Bundeskanzler, findet man den Begriff Klimakrise ebenfalls. Der Bundestag nutzt auf seiner Seite ebenfalls den Begriff Klimakrise. Die Vereinten Nationen sprechen ebenfalls von climate crisis, dies kann man etwa hier nachlesen. Sicher, dies sind selektive Beispiele und man wird viele Ministerien, Institutionen oder Politiker finden, die nur von Klimawandel sprechen. Es ist also nicht so, dass es eine Konvention gäbe, dass öffentliche Institutionen – ich rechne Ministerinnen und Bundeskanzlerinnen einmal dazu – von Klimawandel statt Klimakrise reden müssten. Heißt das nun, dass die FDP ihren Sprachgebrauch jetzt auch anpassen wird?

Die Argumentation der FDP zielt insgesamt auf den Sprachgebrauch ab und ist nicht inhaltlich an den Begriffen ausgerichtet. Wie der Sprachgebrauch aber genau aussieht, muss aber erst noch – soweit ich es überblicken kann – untersucht werden.

Die CDU über die ‚Klimakrise‘

Antwort der CDU, warum sie von Klimawandel aber nicht von Klimakrise spricht.

Ich hatte vor einer Weile an die Pressestellen der NRW-CDU und NRD-FDP eine Emailanfrage zur Verwendung des Begriffs Klimawandel in ihrem Wahlprogramm zur NRW-Landtagswahl geschickt. Konkret habe ich gefragt, warum die Parteien den Begriff Klimawandel verwenden, den Begriff Klimakrise jedoch nicht (dazu auch mein Beitrag hier). Die FDP hat sich (bislang) nicht auf meine Anfrage gemeldet, die CDU hat mir aber dankenswerterweise geantwortet. Hier die Antwort des Wahlkampfleiters der NRW-CDU Thomas Breuer, der mir freundlicherweise erlaubte, dass ich die Antwort zitiere:

„Aktuell stehen wir in Deutschland und der Welt vor mehreren grundlegenden Herausforderungen. Manche Beobachter bezeichnen diese sehr unterschiedlichen Problemstellungen jeweils als „Krisen“ (Gas-Krise, Ukraine-Krise, Ampel-Krise etc.). Die größte dieser Herausforderungen ist der Klimawandel und die damit zusammenhängenden Auswirkungen. Ministerpräsident Wüst hat darauf schon in seiner ersten Regierungserklärung klar hingewiesen.

In unserem Wahlprogramm wollten wir deutlich machen, dass wir diese Herausforderung annehmen. Wir lösen Probleme und handeln. Dabei haben wir den Begriff „Krise“ bewusst vermieden, da Krisen üblicherweise zeitlich befristet sind – der Klimawandel hingegen nach heutigen Kenntnisstand eine langfristige Herausforderung für viele Generationen bleibt.“

Folgende Antwort Herrn Breuers lässt sich im Bezug auf die Frage, warum die CDU – anders als andere Parteien – nur von Klimawandel und nicht von Klimakrise spricht, verstehen:

„Diese semantischen Unterschiede bei der Benennung des Problems sind aber nachrangig. Es geht uns nicht um Begrifflichkeiten, sondern um effektive Maßnahmen gegen den Klimawandel.“

Die Antwort zeigt, dass der Begriff Klimakrise bewusst vermieden wurde. Es überrascht nicht, aber Worte werden bewusst gewählt. Das Argument zur Vermeidung des Begriffs Krise ist, dass Krisen – üblicherweise – zeitlich befristet sind. Dies ist ein interessanter Punkt, den nicht alleine die CDU vorbringt, wie ich schon an anderer Stelle erwähnte. Ich bin mir nicht wirklich sicher, ob wir Krisen sprachlich wirklich als zeitlich befristet konzeptualisieren. Im Deutschen Referenzkorpus (DeReKo) findet man einige Belege für sie Sequenzen unendliche Krise und endlose Krise. So findet man etwa folgenden Textbeleg aus der Nürnberger Zeitung von 2008: „Das Atomprogramm ist zur Krise geworden, aber für uns ist das iranische Hegemonialstreben eine endlose Krise.“ (NUZ08/NOV.00909 Nürnberger Zeitung, 11.11.2008, S. 4; Unruhe im Nahen Osten – Arabische Staaten besorgt über Irans Vormachtstreben).

Da Herr Breuer die erste Regierungserklärung von Hendrik Wüst erwähnt, habe ich auch einmal einen Blick in diese geworfen. Wüst spricht davon, dass viele Menschen den weltweiten Klimawandel als ‚akuten Notstand‘ wahrnehmen (Seite 6). Ansonsten werden noch ein paar Mal ‚Folgen des Klimawandels‘, die 2021 durch die Hochwasserkatastrophe zu spüren waren, erwähnt. Das DWDS (Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache) paraphrasiert Notstand als ‚gefahrdrohender Zustand, zu dessen Behebung außerordentliche Maßnahmen erforderlich sind und der juristisch ein Rechtfertigungsgrund für ein sonst nicht erlaubtes Verhalten ist‚. Wenn die CDU den Begriff Krise ablehnt, weil eine ‚Krise‘ zeitlich befristet ist, hätte Herr Wüst dann nicht auch auf den Begriff Notstand verzichten müssen? Oder ist ein ‚Notstand‘ nicht üblicherweise zeitlich befristet? Mit der zeitlichen Befristung, die als Argument angeführt wird, werde ich mir in nächster Zeit noch eingehender auseinandersetzen, denn wenn das Argument stichhaltig ist, würde es schon einen guten Grund gegen die Verwendung des Begriffs Klimakrise liefern.

An einer anderen Stelle möchte ich Herrn Breuer an einer Stelle deutlich widersprechen, es geht nicht nur um semantische Unterschiede bei der Benennung eines Problems. Dies ist kein rein sprachlich-akademisches Problem, da durch die (bewusste) Begriffswahl ein Teil unserer Sichtweise auf einen Sachverhalt aus. Hier aber schon einmal eine erste Literaturempfehlung zu dem Thema: George Lakoffs & Elisabeth Wehlings Buch ‚Auf leissen Sohlen ins Gehirn: Politische Sprache und ihre heimliche Macht‘ (Link zur Verlagsseite) ist ein sehr schön lesbares Buch, das aufzeigt, wie sprachliches Framing (politische) Weltanschauung repräsentiert und beeinflusst.

Wer spricht denn hier von Klimakrise?

Ein (Rück)Blick auf die Wahlprogramme zur Landtagswahl in NRW 2022

Mit der Bedeutung der Begriffe Klimawandel, Klimakrise und Klimakatastrophe habe ich mich schon hier (etwas) beschäftigt gehabt. Die drei Begriffe sind nicht bedeutungsgleich und daher kann man erwarten, dass sie auch unterschiedlich verwendet werden. Insbesondere ist bei solchen Begriffen, die im öffentlichen und im politischen Diskurs vorkommen, zu erwarten, dass sie nicht von allen Diskursteilnehmern gebraucht werden. Dies lässt sich gut anhand der Wahlprogramme zur Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen 2022 zeigen.

Ich habe mir die Wahlprogramme von CDU, SPD, FDP, der Linken, und der Grünen angesehen, die Links führen jeweils zu den elektronischen Versionen der angesehenen Programme. Für die einzelnen Parteien habe ich geschaut, ob in ihren Wahlprogrammen die Begriffe Klimawandel, Klimakrise und/oder Klimakatastrophe vorkommen. Das Ergebnis – vorweg – ist nicht überraschend. Zwar sprechen alle Parteien von Klimawandel, aber nicht alle verwenden die Begriffe Klimakrise oder Klimakatastrophe. Zwei Parteien – CDU und FDP – verwenden nur den Begriff Klimawandel, von Krisen wird nur in anderen Zusammenhängen gesprochen. Die CDU zeigt jedoch ein wenig sprachliche Variation und spricht auf Seite 97 ihres Programms von „Herausforderungen im Zuge der klimatischen Veränderungen“. Die anderen Parteien – SPD, Grüne und Linke – setzen die Klimakrise neben den Klimawandel. Die Grünen und die Linke verwenden im Unterschied zur SPD zusätzlich noch den Begriff Klimakatastrophe. Bei beiden Parteien kommt Klimakatastrophe aber nur einmal im Programm vor. Bei der Linken wird er im Plural verwendet und bezieht sich nicht auf die Veränderung des Weltklimas, sondern auf durch den Klimawandel verursachte Katastrophen.

Keine der Parteien – anders als die AFD – leugnet die durch den Menschen verursachten weltweiten Klimaveränderungen und ihre drastischen Folgen. Sie verwenden lediglich andere Begriffe, um darüber zu sprechen. Die Unterschiede in der Begriffswahl – oder eher im Umfang des Begriffsinventars – hängt mit den Begriffsbedeutungen zusammen. Dies alleine wäre noch nicht so spannend, aber es gibt Zusammenhänge – zumindest suggerieren es die Wahlprogramme – zwischen der Verwendung, bzw. Vermeidung des Begriffs Klimakrise und der Sichtweise auf das Thema ‚Klimaschutz‘. Das kann man sehr schön anhand der NRW-FDP und ihres Wahlprogramms illustrieren.

Warum die FDP von Klimawandel aber nicht von Klimakrise spricht, hat vermutlich mit der Einstellung der FDP zum Thema ‚Klimaschutz‘ zu tun. Auf Seite 55 im Wahlprogramm zur Landtagswahl in NRW (2022) heißt es: „[…] Klimaschutz auf der Grundlage von Verzicht wird weltweit keine Nachahmer finden. Vielmehr müssen Klimaschutz und Wirtschaftswachstum zu einer gemeinsamen Erfolgsgeschichte werden“. Zur Lösung der Klimaproblematik will die FDP auf wettbewerbliche Lösungen setzen und Zwangsmaßnahmen vermeiden (S. 60). Dies heißt im Klartext, dass wesentliche Aspekte im Klimaschutz über marktwirtschaftliche Prozesse geregelt werden sollen. Dies kennt man bereits aus dem Bundestagswahlprogramm der FDP von 2021. Dort heißt es u.a.: „Damit bekennen wir uns auch zum 13. Ziel für nachhaltige Entwicklung der Agenda 2030 der Vereinten Nationen. Den Weg dorthin überlassen wir dem Erfindergeist von Ingenieurinnen und Ingenieuren, Technikerinnen und Technikern sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern. So können wir Klimaschutz marktwirtschaftlich und wissenschaftlich sicher erreichen. Der Weg kann und muss in Deutschland und Europa starten, er ist aber erst beendet, wenn alle Emissionen weltweit einen einheitlichen marktwirtschaftlichen CO2-Preis haben.“ Eine solche Sicht auf die Lösung der Klimaproblematik scheint tatsächlich besser mit einem ‚Wandel‘ als mit einer ‚Krise‘ zusammenzupassen. Vertrauen in marktwirtschaftliche Mechanismen steht im Gegensatz zu staatlichem Eingreifen. man durch die Wahl des Begriffs Klimakrise suggeriert, dass ein akutes Handeln nötig sei, wäre es geradezu fahrlässig, wenn man als Partei zeitgleich sagt, dass man das Heft des Handelns (zumindest teilweise) aus der Hand geben will, indem man auf wettbewerbliche Lösungen setzt. Im Sinne der FDP-Programmatik ist somit eine Vermeidung des Begriffs Klimakrise vollkommen konsequent.

Die Grünen, auf der anderen Seite, setzen nicht darauf, dass Klimaschutz über wettbewerbliche Lösungen zustande kommt. Stattdessen wird auf die Klimakrise, wie es im Wahlprogramm heißt, durch ein Sofortprogramm reagiert. Die Formulierung eines Sofortprogramms ist konsequent, wenn von Veränderungen als ‚akutem Problem‘ gesprochen wird. Wie eine Partei auf die weltweiten Klimaveränderungen reagieren will, steht also in einem direkten Zusammenhang, wie sie diese Veränderungen benennt.

Ein Begriff wie Klimawandel, den alle Parteien verwenden, verpflichtet zu nichts und ist ist mit sehr unterschiedlichen Klimaschutzansätzen kompatibel. Die Verwendung der Begriffe Klimakrise und Klimakatastrophe verlangt, wenn diese Begriffe auch ernsthaft verwendet werden, dass man sich zu einem ganz anderen Umgang mit dem Klimawandel verpflichtet, denn einen Krise ist der Wortbedeutung nach ein akutes Problem, das somit auch einer direkten Reaktion bedarf.

Ich prognostiziere, dass die FDP ihre Klimaschutzpolitik überdenken wird, wenn sie erst einmal von Klimakrise statt nur von Klimawandel spricht. Ob bei der NRW-CDU dahingehend ein Wandel einsetzen wird, werden wir beobachten können, denn immerhin hat es der Begriff der Klimakrise in den gemeinsamen Koalitionsvertrag mit den Grünen geschafft. Unter anderem wird von den Folgen und Herausforderungen der Klimakrise auf das Gesundheitssystem gesprochen (S. 94, 99), sowie der Notwendigkeit, dass die Folgen dieser Krise (aber auch anderer Krisen) in Schulen thematisiert und wissenschaftsorientiert aufgearbeitet werden sollen (S. 92). Rein sprachlich haben sich die Grünen somit partiell durchgesetzt. Aber auch in der Konsequenz des Begriffs haben sich die Grünen durchgesetzt, da der Koalitionsvertrag ein Klimaschutzsofortprogramm enthält, das sich (dem Namen nach) auch im Wahlproramm der Grünen aber nicht der CDU findet. Wichtiger als Worte sind aber am Ende die Taten und da bleibt abzuwarten, ob sich die Grünen auch in der politischen Gestaltung durchsetzen werden.

‚Klimawandel‘, ‚Klimakrise‘, ‚Klimakatastrophe‘ – alles dasselbe, oder nicht?

Es ist ein wissenschaftlicher Fakt, dass das menschliche Handeln das natürliche Erdklima nachhaltig und drastisch verändert. Die Konsequenzen dieses Veränderungsprozesses sind allseits bekannt und schon jetzt deutlich spürbar. Auf diesen Prozess der durch den Menschen Klimaveränderungen wird im Deutschen unterschiedlich sprachlich Bezug genommen. Anders gesagt: es gibt verschiedene Wörter, die verwendet werden, um sich auf diesen Prozess zu beziehen. Geläufig sind vor allem die Begriffe Klimawandel, Klimakrise und Klimakatastrophe.

Auch wenn mit allen drei Begriffen derselbe Prozess bezeichnet werden kann, bedeuten sie doch nicht dasselbe. Würden sie dasselbe bedeuten – wären sie also Synonyme –  , dann wären die Ausdrücke miteinander austauschbar. In einem Satz wie Die Klimakrise kann noch gelöst werden, kann Klimakrise nicht durch Klimawandel ersetzt werden, da nur eine Krise aber kein Wandel gelöst werden kann.

Obwohl alle drei Wörter als erstes Bestandteil das Nomen Klima enthalten, unterscheiden sie sich im Bezug auf ihren zweiten Bestandteil. Krise, Katastrophe und Wandel bedeuten nicht dasselbe. Das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache paraphrasiert (also umschreibt) Krise als ’schwierige, gefährlich Lage, in der es um eine Entscheidung geht‘. Die Bedeutung von Katastrophe wird dort als ‚furchtbares, verhängnisvolles Ereignis‘ angegeben, während Wandel mit ‚Veränderung‘ umschrieben wird. Eine Veränderung ist neutral, sie kann zum Guten oder Schlechten erfolgen. Spricht man aber von einer Klimakrise, wird die weltweite Klimaveränderung nicht nur als ein Wandel, sondern als eine ‚gefährlich Lage, die einer Lösung bedarf‘ beschrieben. Klimawandel und Klimakatastrophe sind im Gegensatz zu Klimawandel wertende Begriffe. Sie drücken aus, dass der Sprecher eine bestimmte Einstellung des Sprechers gegenüber den als Krise oder Katastrophe bezeichneten Sachverhalt hat. Ein freudiges oder positives Ereignis würde man wohl nicht als Krise oder Katastrophe bezeichnen.

Die Frage, ob Klimawandel oder Klimakrise, ist in den letzten Jahren in den Medien immer wieder diskutiert worden. Die Debatte ist in Deutschland nach der Entscheidung des britischen The Guardian, künftig nicht mehr von climate change zu sprechen, (etwas) ins Rollen gekommen. In einer redaktionellen Entscheidung hat der Guardian festgelegt, dass climate change nicht länger angemessen ist. Die Ernsthaftigkeit der weltweiten Klimaveränderungen und ihrer Folgen verlangen, so die Argumentation, dass von ‚climate emergency‘ oder ‚climate crisis‘ gesprochen wird. (Der Artikel des Guardians findet sich hier.)

Klimafakten.de nahm die Entscheidung des Guardian zum Anlass und fragte in der deutschsprachigen Medienlandschaft nach, welche Begriffe dort präferiert werden. Der vollständige Artikel kann hier nachgelesen werden. Interessant ist, dass der Begriff Klimakrise bei den gefragten Medienschaffenden nicht gut wegzukommen scheint. Unter anderem wurde von Werner Eckert, dem Leiter der SWR-Redaktion ‚Umwelt und Ernährung‘ gesagt, dass der Begriff Klimakrise irreführend sei. Eine Krise, so wird begründet, sei entweder lösbar oder gehe wieder vorbei. Somit sei eine Krise etwas episodenhaftes. Durch die Verwendung des Begriffs Klimakrise würde eine falsche Fährte gelegt werden, da die durch den Menschen verursachten Klimaveränderungen nicht wieder vorbeigehen und eine Lösung des Problems – so Eckert – unendlich weit entfernt sei.

Dies ist ein interessantes Argument, das auf der Bedeutung des Wortes Krise aufbaut. Aber ich bin nicht sicher, ob die Argumentation wirklich stichhaltig ist. Statt auf diese Argumentation möchte ich aber heute auf die Sprachreflexion eingehen. Die Argumentation des Guardians aber auch Werner Eckerts zeigt deutlich, dass die Wahl eines Begriffs nicht beliebig ist. Wir benutzen sprachliche Ausdrücke nicht nur um auf Objekte, Sachverhalte oder Geschehnisse in der Welt Bezug zu nehmen. Durch die Wahl verschiedener Begriffe können wir ein und dasselbe Geschehen unterschiedlich beschreiben und damit diesem Geschehen eine Bewertung (‚es ist ein Problem und muss gelöst werden‘) oder Eigenschaften (‚es ist episodisch‘, ‚es ist (potentiell) lösbar‘) zuschreiben. In der Sprachwissenschaft (und Sprachphilosophie) ist diese Erkenntnis schon länger bekannt und wird im Rahmen der sogenannten ‚Sprechakttheorie‘ thematisiert. Eine wesentliche Einsicht der Sprechakttheorie ist, dass Sprache nicht nur dazu dient die Welt zu beschreiben. Vielmehr vollziehen wir Handlungen mittels Sprache. Wenn wir sprechen, wollen wir etwas mit unserem Sprechen bewirken. Wenn Klimaaktivist*innen über die durch den Menschen verursachten Klimaveränderungen sprechen, wollen sie nicht nur die Wirklichkeit beschreiben. Vielmehr geht es ihnen (oftmals) darum, dass sie das Handeln anderer Menschen beeinflussen.

Ob man von Klimakrise oder Klimawandel spricht, ist keine rein akademische Frage. Vielmehr ist es eine in der Klimadebatte ganz zentrale Entscheidung, denn (i) die Begriffe bedeuten unterschiedliches, (ii) die Wahl eines Begriffs sagt etwas über die Sprecher*innen Einstellung aus und (iii) das Reden über Klimaveränderungen ist kein Selbstzweck, sondern soll andere Menschen zu konkretem Handeln bewegen. Daher sollte man fragen, welcher Begriff ist adäquat um das auszudrücken, was ich (explizit und implizit) mitteilen möchte? Aber auch: mit welchem Begriff kann ich meine Ziele – etwa Menschen zu mehr Klimaschutz zu bewegen – am besten erreichen? 

Ich möchte mich in nächster Zeit mit der Frage ‚Klimawandel oder Klimakrise‚ ausführlicher beschäftigen und meine Überlegungen zur Bedeutung und zum Gebrauch der Begriffe hier vorstellen.

Nachtrag (04.08.2022): Im Nachwort des Buches ‚Auf leisen Sohlen ins Gehirn. Poltische Sprache und ihre heimliche Macht‚ von George Lakoff & Elisabeth Wehling wird von Elisabeth Wehling das Begriffspaar Klimawandel vs. Klimakrise angesprochen. Dort heißt es auf Seite 182, dass Klimawandel ein neutraler Begriff sei, der keien Verschlechterung eines Zustandes (sondern nur eine Veränderung) impliziere und somit keinen akuaten Handlungsbedarf nach sich zieht. Ich bin auf dieser Passage erst aufmerksam geworden, nachdem ich meinen Beitrag schon geschrieben hatte. Die Analyse steht im Einklang mit meiner Sicht auf das Thema, wird von Elisabeth Wehling aber ergänzend in Lakoffs Metapherntheorie eingebettet. Demnach ist die Wahl eines der Begriffe eine (bewusste) Entscheidung, die gefällt wird, auf Grund der Implikationen, die diese Begriffe haben (oder auch nicht haben). Für mich ist eine der wesentlichen Äußerungen Lakoffs in dem Buch, dass es in der politischen Debatte kaum wertfreie Sprache gebe. Dass Klimakrise ein wertender Begriff ist, hatte ich oben schon ausgeführt. Die Vermeidung dieses Begriffs und die Verwendung von Klimawandel als Alternativbegriff ist ebenso wertend, da bewusst die Implikationen, die der der Begriff Krise mit sich führt, ausgeklammert werden. Zudem wird bewusst eine angeblich neutrale Sichtweise gewählt, die die Klimaveränderungen nur beschrieben, nicht bewerten. In der politischen Debatte isi dies, bedingt durch die Existenz des Begriffspaars Klimawandel vs. Klimakrise, aber gerade nicht neutral. Aber die Debatte ist dann doch noch komplexer, da es nicht nur um Wertung geht, sondern auch um die Frage, ob der Begriff Krise tatsächlich angemessen ist. Auf diesen Aspekt gehe ich etwas genauer in meinem Beitrag ‚Die CDU über die Klimakrise‚ ein.